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Medina von Tunis, Tunesien, traditionelle Gasse
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Günstige Flüge nach Tunis

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Land

Tunesien

Kontinent

Afrika

Flughafen

TUN

Währung

Tunesischer Dinar

Zeitzone

UTC+1

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Drei Epochen an einer einzigen Vorortbahn

Tunis ist die Hauptstadt Tunesiens und mit dem Flughafen Tunis-Carthage das wichtigste Einfallstor des Landes. Hauptstadt ist der Ort bereits seit dem 12. Jahrhundert. Was Tunis von anderen Städtezielen am Mittelmeer unterscheidet, ist die Dichte auf engem Raum: eine arabische Medina mit rund 700 Baudenkmälern, gleich daneben die französisch geprägte Neustadt und, an derselben Vorortbahn, die Ruinen von Karthago und das weiß-blaue Künstlerdorf Sidi Bou Saïd.

Die Schichten erklären sich aus der Geschichte. Karthago wurde der Überlieferung nach 814/813 v. Chr. von Phöniziern aus Tyros gegründet, 146 v. Chr. am Ende des Dritten Punischen Krieges zerstört und 29 v. Chr. unter Augustus als römische Kolonie neu angelegt. Nach der arabischen Eroberung im Jahr 698 diente die antike Stadt als Steinbruch, während Tunis als islamische Stadt entstand. 1535 eroberte Karl V. die Stadt, 1574 wurde sie endgültig osmanisch, 1881 begann das französische Protektorat, 1956 folgte die Unabhängigkeit.

Für deutschsprachige Reisende kommt ein eigener Bezug hinzu: 1914 unternahmen August Macke und Paul Klee ihre berühmte Tunisreise.

Die Medina: Moscheen, Stadtpaläste und Souks nach Zünften

Bunte gewebte Teppiche rund um eine blaue Tür in einer weiß getünchten Gasse in Tunesien

Die Medina von Tunis gehört seit 1979 zum UNESCO-Welterbe. Zu ihren rund 700 Baudenkmälern zählen Paläste, Moscheen, Mausoleen, Medresen und Brunnen. Im Zentrum steht die Ez-Zitouna-Moschee, die Ölbaummoschee: Ihr Kern stammt aus dem 9. Jahrhundert, das Minarett aus dem 19. Jahrhundert, und sie gilt als zweitwichtigste Moschee des Landes. Nichtmuslime sehen nur den Hof.

Beiderseits der Rue Djamaa Ez-Zitouna liegen rund 20 Marktgassen, sauber nach Warengruppen getrennt. Die Regel dahinter ist einfach: Je näher an der Hauptmoschee, desto edler die Ware. Bekannt sind der Souq el-Attarine der Parfümhändler und der Souq ech-Chaouachia, in dem die Chechia entsteht, die traditionelle Filzkappe.

Mehrere Stadtpaläste sind restauriert und teils zu besichtigen, darunter Dar Lasram, Dar Othman und Dar Ben Abdallah. Haupteingang der Altstadt ist das Bab El Bhar, auch Porte de France genannt: Hier stoßen Medina und Neustadt unmittelbar aneinander.

Avenue Habib Bourguiba, Belvédère-Park und die Mosaiken des Bardo

Jenseits der Porte de France beginnt die Neustadt der Protektoratszeit. Ihre Achse ist die Avenue Habib Bourguiba mit der Kathedrale St. Vincent de Paul, deren Fassade neugotische, byzantinische und maurische Formen mischt. Für eine Pause im Grünen bietet sich der Parc du Belvédère an mit Zoo, dem Pavillon La Koubba und einem Botanischen Garten.

Das Nationalmuseum von Bardo liegt rund 4 km westlich des Zentrums im Vorort Le Bardo und ist mit der Stadtbahn erreichbar. Untergebracht ist es im Haremstrakt des früheren Bey-Palastes, eröffnet wurde es 1888 unter dem Namen Musée Alaoui. Es ist das größte archäologische Museum Tunesiens, und seine etwa 1.000 Mosaiken bilden eine der bedeutendsten Sammlungen römischer Mosaikkunst überhaupt.

Karthago: punische Häfen und römische Thermen am Meer

Reste der Antoninus-Thermen in Karthago am Meer
Antike Steinruinen auf einem Hügel mit Blick über Meer und Küste bei Tunis

Auch die archäologische Stätte von Karthago steht seit 1979 auf der Welterbeliste, und sie ist bequem mit der Vorortbahn TGM zu erreichen. Zu sehen sind die Antoninus-Pius-Thermen direkt am Meer, der Byrsa-Hügel, die einstige Akropolis, mit einem punischen Wohnviertel, das Tophet mit seinen Grabstelen, die beiden punischen Häfen, getrennt in Kriegs- und Handelshafen, sowie ein Amphitheater.

Wichtig für die Planung: Die Stätten liegen weit verstreut in einem heutigen Villenvorort. Mindestens einen halben Tag sollte man einrechnen, und im Hochsommer macht die Hitze in den schattenlosen Ruinen den Besuch anstrengend.

Sidi Bou Saïd, La Marsa und Gammarth

Sidi Bou Saïd bei Sonnenuntergang mit Blick auf den Golf von Tunis
Marina von Gammarth, Segelboote und Spiegelungen
La Goulette, Mosaike und blau-weißes Schmiedeeisen
Belebte Straße in La Goulette, Cafés und blaue Fassaden
Weiße Häuser und eine Terrasse mit blauen Sonnenschirmen über dem Meer bei Tunis

Sidi Bou Saïd liegt nordöstlich von Tunis hoch über dem Golf, mit Blick hinüber zur Halbinsel Cap Bon. Das Ortsbild aus weißen Häusern mit blauen Fenstern und Türen wurde von maurischen Zuwanderern aus Spanien geprägt und steht seit 1915 unter Denkmalschutz. Die Altstadt ist autofrei. Das Café des Nattes wurde durch die Aquarelle August Mackes berühmt.

La Marsa ist der Endpunkt der TGM und gilt als schönster der nördlichen Vororte. Die einstige Sommerresidenz der Beys, in der 1883 die Konvention von La Marsa unterzeichnet wurde, hat einen Stadtstrand und kaum Massentourismus. Nördlich schließt Gammarth an, ein wohlhabender Villen- und Hotelvorort.

Bizerte, der Nationalpark Ichkeul und Uthina

Alter Fischerhafen von Bizerte
Strand von Raf Raf bei Sonnenuntergang mit Blick auf das Kap Farina

Bizerte ist eine Hafenstadt an der Nordküste, von Tunis aus täglich mit dem Zug erreichbar; vom Flughafen fahren zudem Direktbusse. Sehenswert sind die ummauerte Medina, der alte Hafen mit Lokalen und Märkten, das Fort d'Espagne, das als Freilichtbühne dient, und das Ozeanografische Museum.

Etwa 25 km südwestlich von Bizerte liegt der Nationalpark Ichkeul, seit 1980 UNESCO-Weltnaturerbe. Auf 12.600 Hektar rasten Enten, Gänse und Flamingos, insgesamt wurden über 200 Vogelarten gezählt; der Djebel Ichkeul ist 511 m hoch. Die beste Zeit für Vogelbeobachter reicht von Ende Oktober bis Anfang März. Ein weiteres Tagesziel ist Uthina, eine römisch-berberische Stadt mit Amphitheater.

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Ein einzigartiges und schnelles Tor von Europa aus

TUN

Tunis-Karthago

Der Hauptflughafen des Landes, etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt — meist 2 bis 3 Flugstunden von Europa aus.

Vom Flughafen fahren Stadtbusse und Taxis mit Taxameter ins Zentrum. Der Hauptbahnhof liegt direkt am Tram-Knoten Place de Barcelone. Fähren aus Italien und Frankreich legen in La Goulette an, von wo die Vorortbahn in die Stadt fährt.

In der Stadt selbst ist die TGM die wichtigste Linie für Besucher: Sie fährt ab Tunis Marine über La Goulette und Karthago nach Sidi Bou Saïd und La Marsa. Ergänzt wird sie durch die Straßenbahn, die Métro léger.

Wann nach Tunis reisen?

Frühling

Milde Temperaturen — ideal, um die Medina und Karthago ohne große Hitze zu besichtigen.

Sommer

Ausgeprägte Hitze, touristische Hochsaison — eher für die nahegelegenen Küstenregionen geeignet.

Herbst

Noch angenehme Temperaturen bei moderaterem Andrang als im Sommer.

Winter

Mildes Klima im Vergleich zum übrigen Europa, oft die günstigste Reisezeit.

Für die Stadtbesichtigung sind Frühjahr und Spätherbst am angenehmsten. Im Sommer werden 29 bis knapp 33 °C erreicht, und es fällt praktisch kein Regen; im Winter sind es tagsüber etwa 16 bis 17 °C bei deutlich mehr Niederschlag. Am wenigsten eignen sich Juli und August sowie die nassen Wochen im Dezember und Januar.

Küche, Dinar und die richtige Aufenthaltsdauer

Couscous ist das Nationalgericht. Dazu kommen Brik, eine frittierte Tasche aus hauchdünnem Teig, und Ojja, in Olivenöl gegarte Eier mit Tomaten, Paprika, Knoblauch und Kümmel, oft mit Würsten. Harissa, die scharfe Würzpaste, steht fast immer auf dem Tisch. Alkohol gibt es vor allem in Hotels.

In den Souks ist Handeln üblich, und man steigt weit unter dem zuerst genannten Preis ein. Wer das nicht mag, kauft in den staatlichen Artisanat-Läden zu Festpreisen und mit der Gewähr, tunesische Ware zu bekommen. Der Tunesische Dinar ist nicht frei konvertierbar und darf weder ein- noch ausgeführt werden; nicht jeder Geldautomat nimmt europäische Karten.

Zur Dauer: Ein Tag reicht für Medina und Avenue Bourguiba. Mit zwei Tagen kommen das Bardo, Karthago und Sidi Bou Saïd hinzu. Drei bis vier Tage lassen Zeit für den Strand in La Marsa oder Gammarth und einen Tagesausflug. In der Medina sollte man Schlepper und selbst ernannte Führer höflich abweisen; die Innenstadt leert sich abends früh.

Häufige Fragen zu Flügen nach Tunis

Welcher Flughafen eignet sich am besten für die Ankunft in Tunis?

Tunis-Karthago (TUN) ist der einzige Flughafen der Hauptstadt und bündelt die meisten Direktflüge aus Europa.

Was kostet ein Flug nach Tunis in der Regel?

Der Preis hängt vor allem von Ihrer Abflugstadt, der Reisezeit und dem Buchungsdatum ab. Der Bereich "Gelegenheiten" oben zeigt echte Preisbeispiele, die SniperAir für dieses Reiseziel bereits erkannt hat.

Wie lange dauert ein Flug nach Tunis aus Europa?

In der Regel zwischen 2 und 3 Stunden ab den meisten großen europäischen Städten.

Sind Tunis und Djerba für SniperAir dasselbe Reiseziel?

Nein — es handelt sich um zwei getrennte Flughäfen (TUN für Tunis, DJE für Djerba), die jeweils separat nach ihrer eigenen Route und Preishistorie überwacht werden.

Wie werde ich benachrichtigt, wenn ein Flug nach Tunis unter mein Budget fällt?

Erstellen Sie ein Alarmprofil mit Ihrem Abflughafen, Tunis als Reiseziel und Ihrem maximalen Budget. Sie werden automatisch benachrichtigt, sobald ein passender Preis erkannt wird.

Wie viele Tage sollte man für Tunis einplanen?

Ein Tag genügt für Medina und Avenue Bourguiba. Zwei Tage erlauben zusätzlich das Bardo-Museum, Karthago und Sidi Bou Saïd. Mit drei bis vier Tagen bleibt Zeit für den Strand in La Marsa oder Gammarth und einen Tagesausflug, etwa nach Bizerte mit dem Nationalpark Ichkeul oder nach Uthina.

Wie kommt man von Tunis nach Karthago und Sidi Bou Saïd?

Mit der Vorortbahn TGM ab Tunis Marine. Sie fährt über La Goulette und Karthago nach Sidi Bou Saïd und endet in La Marsa. Für Karthago sollte man mindestens einen halben Tag vorsehen, weil die Stätten weit auseinanderliegen.

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