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Istanbul, Türkei
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Land

Türkei

Kontinent

Asien

Flughafen

IST

Währung

Türkische Lira (TRY)

Zeitzone

UTC+3

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Eine Stadt auf zwei Kontinenten

Istanbul liegt auf beiden Seiten des Bosporus und verbindet Europa und Asien. Gegründet wurde die Stadt um 660 v. Chr. von griechischen Siedlern als Byzantion, 330 n. Chr. machte Kaiser Konstantin sie als Konstantinopel zur neuen Hauptstadt, und 1453 eroberte sie Sultan Mehmed II. für das Osmanische Reich. Hauptstadt blieb sie bis 1923, dann übernahm Ankara. Mehr als 15 Millionen Menschen leben hier, etwa zwei Drittel auf dem europäischen Ufer; die Metropole gliedert sich in 39 Bezirke.

Das Wasser bestimmt den Stadtplan: Der Bosporus verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer, das Goldene Horn trennt die historische Halbinsel von den nördlichen Stadtteilen. Fähren gehören daher ganz selbstverständlich zum Nahverkehr. 2010 war Istanbul Kulturhauptstadt Europas.

Sultanahmet: Hagia Sophia, Blaue Moschee und Topkapı-Palast

In Sultanahmet liegen die Hauptsehenswürdigkeiten in Gehweite. Die Hagia Sophia wurde 537 unter Justinian vollendet, war fast tausend Jahre Kathedrale, nach 1453 Moschee, von 1935 bis 2020 Museum und ist heute wieder Moschee; ausländische Besucher sehen vor allem die Obergalerie. Gegenüber steht die Blaue Moschee mit ihren sechs Minaretten, errichtet von 1609 bis 1616 für Ahmed I. Der Eintritt ist frei, an der Sicherheitskontrolle muss man jedoch mit Wartezeiten von rund 30 Minuten bis zu einer Stunde rechnen.

Der Topkapı-Palast, ab 1459 unter Mehmed dem Eroberer erbaut, war bis ins 19. Jahrhundert Regierungssitz und Residenz der Sultane. Der Harem kostet Aufpreis, einmal pro Woche ist der Palast geschlossen (laut Wikivoyage dienstags): Öffnungszeiten vorab prüfen.

Fünf Orte für Ihre Liste

Istanbul hat weit mehr Museen als die bekanntesten Bauwerke vermuten lassen. Die Hagia Sophia ist inzwischen wieder eine Moschee im Gottesdienst, und auch die Blaue Moschee ist kein Museum; mehrere weitere Häuser liegen aber nah beieinander und sind von Sultanahmet aus zu Fuß erreichbar.

Die Hagia Sophia unter blauem Himmel, mit Minaretten und rot-blauen Wimpeln im Vordergrund

Archäologische Museen. Drei Museen neben dem Gülhane-Park und dem Topkapı-Palast mit über einer Million Objekten aus fast allen Epochen: das Archäologische Museum, das Museum des Alten Orients und das Museum für islamische Kunst (Wikipedia EN).

Zisterne Basilika (Yerebatan). Im 6. Jahrhundert unter Justinian I. erbaut, rund 150 Meter südwestlich der Hagia Sophia, ist sie die größte der vielen antiken Zisternen unter der Stadt; heute steht nur noch wenig Wasser darin, damit man sie besichtigen kann (Wikipedia EN). Tagsüber ist der Besuch günstiger als abends (Wikivoyage DE).

Chora-Kirche (Kariye). Byzantinische Kirche, berühmt für ihre spätbyzantinischen Mosaike und Fresken; 1945 Museum, seit 2020 wieder Moschee (Wikipedia EN). Besuchsbedingungen hängen vom Gebet ab, vorher informieren.

Istanbul Modern. Das erste Museum für moderne und zeitgenössische Kunst der Türkei, 2004 eröffnet und heute im Galataport-Komplex in Karaköy (Wikipedia EN).

Galataturm. Von den Genuesen zwischen 1335 und 1349 erbaut, seit 2020 als Museum und Aussichtspunkt genutzt (Wikipedia EN). Die meisten staatlichen Museen schließen an einem Wochentag, je nach Haus montags oder dienstags.

Für die staatlichen Museen gibt es einen Museumspass; Preis und Umfang ändern sich aber oft (Wikivoyage DE verweist auf starke Preisanstiege jedes Jahr), und die Hagia Sophia ist nicht inbegriffen. Rechnen Sie nach, ob er sich für Ihr Programm lohnt.

Großer Basar, Gewürzbasar und ein Besuch im Hamam

Der Große Basar besteht aus 61 überdachten Gassen mit mehr als 4.000 Läden auf rund 30.700 m² (Wikipedia EN) und ist von Montag bis Samstag geöffnet. Gefeilscht wird immer: Als Faustregel gilt, bei 60 bis 70 Prozent des zuerst genannten Preises anzusetzen. Den Gewürzbasar gibt es seit 1660.

Zu einem Aufenthalt gehört für viele der Hamam. Der Çemberlitaş-Hamam stammt von 1584; das Angebot reicht von der Selbstbedienung bis zum Paket mit Peeling, Schaum und Massage, die Preise schwanken stark. Eine weitere Adresse ist der Kılıç Ali Paşa Hamam in Karaköy. Wer lieber modern einkauft, findet im Istinye Park etwa 300 Geschäfte; weitere Einkaufsadressen sind Nişantaşı und der Galataport.

Mit der Fähre zwischen Europa und Asien

Der Bosporus erschließt sich am besten vom Wasser aus: osmanische Paläste, hölzerne Uferhäuser (Yalıs), Festungen und Hängebrücken. Zwei Brücken überspannen die Meerenge, die Bosporusbrücke von 1973 und die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke von 1988; unter Wasser verbindet der 13,6 Kilometer lange Marmaray-Tunnel die beiden Ufer seit 2013.

Die einfachste Fahrt ist die mit der öffentlichen Fähre der Şehir Hatları von Eminönü nach Anadolu Kavağı; hin und zurück ist man rund sechs Stunden unterwegs, im Sommer gibt es auch eine kurze Fahrt von zwei Stunden, und private Anbieter fahren zum Sonnenuntergang. Wer nur übersetzen möchte, nimmt die Fähre von Eminönü nach Kadıköy oder Üsküdar und ist in wenigen Dutzend Minuten auf dem anderen Kontinent.

Balat, Karaköy, Beyoğlu und Kadıköy

Balat und Fener. Das Viertel der bunten Häuser am Goldenen Horn, mit der St.-Georgs-Kirche und dem Griechischen Gymnasium von Fener.

Karaköy und Galata. Cafés und Streetfood zu Füßen des Galataturms; hier liegt auch Istanbul Modern.

Beyoğlu und Istiklal. Die belebte Fußgängerzone zwischen Tünel und Taksim-Platz mit zahllosen Restaurants, Cafés, Bars und Live-Musik.

Kadıköy. Auf der asiatischen Seite, mit der Fähre schnell erreicht: Fischmarkt am Hafen und Bahariye-Straße.

Die Viertel sind per Fähre, Tram oder Metro gut verbunden, die Stimmung wechselt von Ort zu Ort stark.

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Istanbul am Bosporus

Luftbild der Bosporusbrücke zwischen Europa und Asien
Weite Luftaufnahme von Istanbul beiderseits des Bosporus

Tee, Simit, Kebab, Fisch und Baklava

In Istanbul isst man oft unterwegs: Simit, der Sesamkringel, wird an jeder Ecke für wenig Geld verkauft, ebenso Döner, Esskastanien, gegrillte Maiskolben und frisch gepresste Säfte aus Orangen oder Granatäpfeln; am Goldenen Horn gibt es zudem Muscheln und Fischbrötchen. Der schwarze Tee (Çay) in kleinen Gläsern strukturiert den Tag.

Spezialitäten. İskender Kebap aus Bursa verbindet Lammfleisch, Brot, Tomatensauce, Butter und Joghurt; Manti sind kleine Teigtaschen mit Fleisch, Joghurt und scharfer Butter; Pide ist ein belegtes, ofengebackenes Fladenbrot, Lahmacun ein dünner Teig mit Hackfleisch, manchmal als türkische Pizza bezeichnet.

Wo essen. Die Uferpromenaden von Karaköy und Kadıköy, die Stadtteilmärkte und Fischlokale am Bosporus; in Beyoğlu und rund um die Istiklal reicht das Angebot von Imbiss bis Dachterrasse. Baklava, Blätterteiggebäck mit Honig und Pistazien, ist der Klassiker unter den Süßspeisen. Beim Streetfood auf frische Zubereitung achten.

Was man in Istanbul je nach Aufenthaltsdauer unternimmt

1-2T

Das Wesentliche

Sultanahmet mit Hagia Sophia, Blauer Moschee und Zisterne Basilika; dazu eine Überfahrt mit der Bosporus-Fähre.

3T

Vertiefen

Topkapı, Großer Basar, Gewürzbasar, Galataturm und Istiklal; je nach Geschmack Chora oder Istanbul Modern.

4-5T

Zwei Kontinente

Kadıköy auf der asiatischen Seite, Balat, ein Hamam und die Prinzeninseln, rund 90 Minuten mit der Fähre nach Büyükada, einer autofreien Insel.

Zwei Flughäfen und ihre Entfernungen

IST

Istanbul (IST) und Sabiha Gökçen (SAW)

Der Flughafen Istanbul liegt im Nordwesten, je nach Bezugspunkt 35 bis 50 Kilometer vom Zentrum entfernt (nach Sultanahmet etwa 50 Kilometer, laut Wikivoyage). Die Metrolinie M11 fährt bis Gayrettepe mit Anschluss an die M2 (Wikipedia EN) und braucht gut eine halbe Stunde; der Havaist-Bus benötigt 60 bis 90 Minuten, das Taxi nach Sultanahmet bei freier Straße rund 50 Minuten. Sabiha Gökçen auf der asiatischen Seite liegt etwa 40 Kilometer von Taksim entfernt; die M4 fährt in 52 Minuten nach Kadıköy, und Havaist-Busse bedienen Taksim.

BezugspunktEntfernung oder Dauer (Richtwerte)
Flughafen IST nach Sultanahmetrund 50 km, etwa eine Stunde per Taxi ohne Stau
Flughafen SAW nach Taksimrund 40 km, 60 bis 90 Minuten per Bus
Sultanahmet nach Taksimwenige Kilometer, per Tram und Standseilbahn
Istanbul zu den Prinzeninselnetwa 90 Minuten per Fähre
Istanbul nach Bursarund 157 km, knapp zwei Stunden mit dem Auto
Istanbul nach Edirneetwa zweieinhalb bis drei Stunden mit dem Auto

Meiden Sie nicht offizielle Taxis; nutzen Sie die offiziellen Stände oder bestellen Sie per App.

Istanbulkart, Tram, Metro, Marmaray und Fähren

Die Istanbulkart gilt in Bus, Tram, Metro, Vorortzug und städtischer Fähre und wird an Automaten und Kiosken aufgeladen. Eine Karte kann für mehrere Mitreisende genutzt werden, indem man sie mehrfach vorhält. Umsteigerabatte gibt es nur für personalisierte Karten, die für die meisten Besucher nicht infrage kommen.

Tram T1. Die wichtigste Linie für Touristen: Bağcılar - Zeytinburnu - Aksaray - Großer Basar - Sultanahmet - Eminönü - Karaköy - Kabataş, tagsüber etwa alle 5 Minuten, ungefähr von 6 Uhr bis Mitternacht.

Marmaray, Metro und Fähren. Der Marmaray quert den Bosporus unter Wasser; mehrere Metrolinien erschließen das Zentrum. Die Fähren verkehren tagsüber im Takt von 15 bis 30 Minuten zwischen beiden Ufern.

Taxis und Verkehr. Taxis sind praktisch, stehen aber oft im dichten Verkehr, besonders im Sommer am Bosporusufer. Das historische Zentrum ist kompakt zu Fuß erreichbar; zwischen entfernten Vierteln lohnen Fähre oder Metro.

Wann reist man am besten nach Istanbul?

Frühling (April-Juni)

Meist die schönste Zeit, mild; als besonders schön gilt die Tulpenblüte.

Sommer (Juli-August)

Heiß, schwül und voll: tagsüber im Schnitt etwa 28 °C und wenige Regentage pro Monat (Wikipedia EN); am Bosporus weht oft ein kühlender Wind.

Herbst (September-November)

Bis Ende Oktober angenehm, mitunter auch im November; die Besucherzahlen sinken.

Winter (Dezember-März)

Kühl, regnerisch und wolkig mit 5 bis 10 °C tagsüber; Schnee fällt vereinzelt, aber fast jeden Winter und stört den Verkehr (Wikipedia EN).

Je nach Klassifikation gilt das Klima als mediterran oder feucht-subtropisch (Wikipedia EN); die Wintermonate erhalten mindestens doppelt so viel Niederschlag wie die Sommermonate. Am angenehmsten sind April bis Juni sowie September und Oktober.

Ein Aufenthalt im mittleren Preisrahmen, mit großen Unterschieden je Viertel

Istanbul liegt für einen Städtetrip in Europa im mittleren bis günstigen Bereich: Nahverkehr, Streetfood und Fähren sind preiswert, Hotels in Sultanahmet, Beyoğlu oder am Bosporus, Restaurants mit Aussicht und geführte Ausflüge deutlich teurer. Die Inflation in der Türkei ist hoch, die Museumspreise steigen laut Wikivoyage jedes Jahr, deshalb sind ältere Zahlen unzuverlässig. Genaue Preise nennen wir hier daher nicht.

Kosten niedrig halten. Die Altstadt zu Fuß erkunden, die Istanbulkart nutzen, in kleinen Lokalen essen und kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten nach tatsächlichem Interesse auswählen, statt alles abzuhaken.

Häufige Fragen zu Flügen nach Istanbul

Welcher Flughafen bedient Istanbul und wie weit ist er vom Zentrum entfernt?

Der Flughafen Istanbul (IST) liegt je nach Bezugspunkt 35 bis 50 km nordwestlich des Zentrums; Sabiha Gökçen (SAW) auf der asiatischen Seite ist rund 40 km von Taksim entfernt. Metro M11, Havaist-Busse und Taxis verbinden mit der Stadt.

Was kostet ein Flug nach Istanbul normalerweise?

Der Preis hängt vor allem von Ihrem Abflugort, dem Zeitraum und dem Buchungszeitpunkt ab. Der Bereich „Angebote“ oben zeigt echte Beispiele für Preise, die SniperAir für dieses Ziel bereits entdeckt hat.

Wie lange dauert ein Flug nach Istanbul aus Europa?

In der Regel zwischen 2 und 4 Stunden, je nach Abflugort.

Wann ist die beste Reisezeit für Istanbul?

April bis Juni sowie September und Oktober mit milden Temperaturen; der Sommer ist heiß und schwül, der Winter kühl, regnerisch und manchmal verschneit.

Wie viele Tage sollte man einplanen?

Zwei Tage genügen für Sultanahmet und den Bosporus; mit drei bis fünf Tagen kommen Museen, Viertel und ein Tag auf der asiatischen Seite oder auf den Prinzeninseln hinzu.

Welche Museen lohnen sich in Istanbul?

Die Archäologischen Museen, die Zisterne Basilika, Topkapı, die Chora-Kirche (heute Moschee), Istanbul Modern und der Galataturm; den wöchentlichen Schließtag vorher prüfen.

Wie kommt man vor Ort am besten herum?

Mit der Istanbulkart: Tram T1 für die Altstadt, Metro, Marmaray und Fähren für den Bosporus.

Was sollte man in Istanbul essen?

Simit, Döner, İskender Kebap, Manti, Pide, Lahmacun, Fisch am Bosporus und Baklava, dazu schwarzen Tee.

Wie werde ich benachrichtigt, wenn ein Flug nach Istanbul unter mein Budget fällt?

Legen Sie ein Alarmprofil mit Ihrem Abflughafen, Istanbul als Ziel und Ihrem Höchstbudget an. SniperAir überwacht die Preise und benachrichtigt Sie, sobald ein passender Preis erkannt wird; wir verkaufen und buchen keine Tickets.

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