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Die beleuchtete Basilika Notre-Dame de Fourvière bei Nacht über Lyon
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Land

Frankreich

Lage

Zusammenfluss Rhône/Saône

Flughafen

LYS

Bekannt für

Gastronomie

Zeitzone

UTC+1

Bereits entdeckte Gelegenheiten nach Lyon

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Am Zusammenfluss von Rhône und Saône

Lyon liegt dort, wo sich die Rhône und die Saône treffen, und dieser Zusammenfluss prägt bis heute das Stadtbild: Uferpromenaden, Brücken und eine Halbinsel zwischen den beiden Flüssen, die Presqu'île, bilden das Zentrum. Die Stadt gehört zur Region Auvergne-Rhône-Alpes und liegt gut zwei Stunden von den Alpen sowie den Weinbergen des Beaujolais entfernt.

Panoramablick über Lyon bei Tag mit den Türmen des Stadtteils Part-Dieu

Von Lugdunum zur heutigen Stadt

Im Jahr 43 v. Chr. gründete der römische Statthalter Lucius Munatius Plancus auf dem Hügel Fourvière die Kolonie Lugdunum — auf den Grundmauern eines keltischen Heiligtums, das dem Gott Lug geweiht war. Ab 27 v. Chr. war Lugdunum Hauptstadt der Provinz Gallia Lugdunensis und eine der wichtigsten Städte Galliens: Sie besaß eines der ausgedehntesten Aquädukt-Systeme des Reiches und war außerhalb Roms die einzige Stadt mit dem Recht, Gold- und Silbermünzen zu prägen.

Der archäologische Park von Fourvière macht diese Geschichte greifbar: Das römische Theater aus dem 2. Jahrhundert dient heute im Sommer als Konzert- und Opernbühne, direkt daneben zeigt das Museum Lugdunum die Funde aus der Antike.

Vieux Lyon und seine geheimen Traboules

Seit 1998 stehen die Altstadt von Lyon, die Presqu'île sowie die Hänge von Fourvière und Croix-Rousse als UNESCO-Weltkulturerbe unter Schutz. Das Herzstück ist Vieux Lyon: enge Renaissance-Gassen am Fuß des Fourvière-Hügels. Wer sich hier verirrt, findet garantiert eine der Traboules — überdachte Durchgänge, die quer durch Gebäude von einer Straße zur nächsten führen. Von den insgesamt mehreren hundert Traboules der Stadt liegt gut die Hälfte allein in der Altstadt.

Bunte Fassaden der Altstadt von Lyon vor der Basilika Fourvière im Abendlicht

Ursprünglich dienten die Traboules dazu, trockenen Fußes zum Wasser zu gelangen. Ihre eigentliche Blütezeit erlebten sie im 19. Jahrhundert, als rund 30.000 Seidenweber — die sogenannten Canuts — sie nutzten, um Ballen kostbarer Seide vor Regen geschützt zwischen den Werkstätten zu transportieren. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg diente dasselbe verborgene Netzwerk der Résistance. Viele Passagen sind tagsüber frei zugänglich; kleine Schilder markieren die Eingänge.

Notre-Dame de Fourvière

Die Basilika wurde zwischen 1872 und 1896 auf dem Gelände des antiken römischen Forums errichtet — genau dort, wo einst Lugdunum entstand. Von der Aussichtsterrasse reicht der Blick über die Ziegeldächer der Altstadt bis zum Zusammenfluss von Rhône und Saône und, an klaren Tagen, bis zu den Alpen am Horizont. Jeden Abend wird die Basilika beleuchtet — ein fester Bestandteil der Lyoner Skyline, nicht nur zum Lichterfest im Dezember.

Die Welthauptstadt der Gastronomie

1935 verlieh der einflussreiche Gastrokritiker Curnonsky Lyon den Titel „Welthauptstadt der Gastronomie" — ein Anspruch, den die Stadt bis heute selbstbewusst vertritt. Grundlage dafür sind die "Bouchons lyonnais", einfache, herzhafte Restaurants, die im 19. Jahrhundert von den sogenannten Mères Lyonnaises begründet wurden, ehemaligen Köchinnen wohlhabender Seidenhändlerfamilien.

GerichtBeschreibung
Quenelle de brochetPochierter Hechtkloß, meist in einer würzigen Krebssauce serviert.
Tablier de sapeurPaniertes und gegrilltes Rinderpansen — ein deftiger Klassiker.
Cervelle de canutFrischkäse mit Kräutern, trotz des Namens ohne Hirn.
AndouilletteGrobe Innereien-Wurst, typisch für die Bouchons.

Wer die Küche der Stadt an einem Ort erleben will, geht in die Halles de Lyon Paul Bocuse, benannt nach dem 2018 verstorbenen Spitzenkoch, der die Markthalle jahrzehntelang selbst besuchte. Fast 60 Metzger, Käsehändler, Bäcker und Winzer verkaufen hier unter einem Dach, mehrere davon mit eigener Theke zum Essen vor Ort.

Die Fête des Lumières

Der Ursprung liegt im Jahr 1643, als die Stadtoberen der Jungfrau Maria eine jährliche Prozession gelobten, sollte Lyon von der Pest verschont bleiben. Zur heutigen Form fand das Fest 1852: Die Einweihung einer neuen Marienstatue auf Fourvière musste wegen eines Hochwassers der Saône auf den 8. Dezember verschoben werden. Als sich der Himmel an diesem Abend überraschend aufklärte, stellten die Bewohner spontan Kerzen in ihre Fenster — die sogenannten Lumignons. Aus dieser Geste wurde eine Tradition, die seit 1989 zu einem viertägigen internationalen Lichtfestival gewachsen ist und jährlich bis zu vier Millionen Besucher anzieht, während Fassaden, Plätze und ganze Viertel von Lichtinstallationen verwandelt werden.

Pérouges und das Beaujolais

Rund 35 km von Lyon entfernt liegt Pérouges, ein gut erhaltenes mittelalterliches Dorf, das sich problemlos an einem Nachmittag erkunden lässt. In die andere Richtung beginnt schon nach etwa 25 km das Weinanbaugebiet Beaujolais — ideal für einen Tagesausflug mit Weinproben, ganz ohne lange Anfahrt.

Lyon nach Jahreszeit

Frühling

Mild und grün — die Flussufer laden zum Spazieren und Radfahren ein.

Sommer

Warm und lange Tage, die Terrassen der Bouchons sind gut besucht — Tische im Voraus reservieren.

Herbst

Eine starke kulinarische Saison mit Wild und deftigeren Gerichten auf den Speisekarten.

Winter

Kühl, aber unvergesslich: Die Fête des Lumières verwandelt Anfang Dezember die ganze Stadt.

Was ein Tag in Lyon ungefähr kostet

Lyon ist bei vergleichbarem Standard spürbar günstiger als Paris — besonders beim Essen: Ein gutes Bouchon-Menü kostet deutlich weniger als ein vergleichbares Pariser Bistro-Essen. Mit Budget kommt man mit etwa 55–85 € pro Tag aus (Hostel oder einfaches Hotel, Märkte und einfache Bouchon-Mahlzeiten, viel zu Fuß oder mit der Tram). Für eine komfortable Mittelklasse-Reise — 3-Sterne-Hotel, ein paar Bouchon-Abendessen, örtliche Verkehrsmittel — sollte man mit etwa 130–180 € pro Tag rechnen.

Lyon-Saint-Exupéry, per Tram ins Zentrum

LYS

Lyon-Saint-Exupéry

Etwa 25 km östlich des Zentrums, mit der Rhônexpress-Tram in rund 29 Minuten direkt mit dem Bahnhof Lyon-Part-Dieu verbunden, tagsüber im 15-Minuten-Takt.

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Häufige Fragen zu Flügen nach Lyon

Lohnt sich Lyon allein für die Küche?

Für viele Reisende ja — ein oder zwei Bouchon-Mahlzeiten und ein Besuch der Halles Paul Bocuse rechtfertigen die Reise auch ohne die klassischen Sehenswürdigkeiten.

Wie teuer ist Lyon im Vergleich zu Paris?

Spürbar günstiger, vor allem bei Unterkunft und Restaurantbesuchen — ein gehobenes Abendessen kostet in Lyon deutlich weniger als in Paris.

Welcher Flughafen dient Lyon?

Lyon-Saint-Exupéry (LYS), rund 25 km vom Zentrum entfernt, mit der Rhônexpress-Tram erreichbar.

Wie viel kostet ein Flug nach Lyon üblicherweise?

Das hängt vor allem von Ihrem Abflugort, der Saison und dem Buchungszeitpunkt ab. Der Bereich „Gelegenheiten" oben zeigt echte, bereits von SniperAir erkannte Preisbeispiele für dieses Ziel.

Wie werde ich benachrichtigt, wenn ein Flug nach Lyon mein Budget unterschreitet?

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