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Kurzübersicht
Land
Kolumbien
Kontinent
Südamerika
Flughafen
SMR
Währung
Kolumbianischer Peso
Zeitzone
UTC-5
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Zwischen Karibik und Gipfeln
Santa Marta, Karibikküste vor schneebedeckten Bergen
Der Reiz der Landschaft liegt im Kontrast: warmes Karibikwasser mit Korallenriffen direkt am Strand und dahinter die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada de Santa Marta. Die höchsten Berge Kolumbiens, der Pico Simón Bolívar und der Pico Cristóbal Colón, liegen auf dem Gemeindegebiet und überragen 5700 Meter.
Im Osten schließt sich der Tayrona-Nationalpark an, in der Sierra liegt die Ruinenstadt Ciudad Perdida. Santa Marta ist damit Ausgangspunkt für Naturerlebnisse und Trekking, mit dem Fischerort Taganga im Norden und dem Badeort El Rodadero im Süden.
Geschichte
Gegründet 1525, Sterbeort Simón Bolívars
Der Conquistador Rodrigo de Bastidas gründete die Stadt am 29. Juli 1525, sie zählt zu den ersten heute noch bestehenden Städten des spanischen Kolonialreichs auf dem amerikanischen Festland. Wenige Kilometer vom Zentrum entfernt liegt die Quinta de San Pedro Alejandrino, auf der der Freiheitskämpfer Simón Bolívar am 17. Dezember 1830 starb.
Lange vor den Spaniern lebten hier die Tairona, die Terrassen, Steinwege und geschützte Wasserstraßen anlegten, Mais, Ananas und Maniok anbauten und mit Salz handelten. Ihre Töpfer-, Stein- und Goldschmiedekunst ist erhalten; kleine Funde sind im Museo de Oro in Santa Marta zu sehen.
Altstadt und Museen
Casa de la Aduana, Kathedrale und Quinta de San Pedro Alejandrino
Die Altstadt lässt sich tagsüber gut zu Fuß erkunden, rund um die Plaza de Bolívar und die Uferpromenade. Große Museen gibt es nur wenige, einige Orte sind aber leicht zu besuchen. Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich, bitte vorab prüfen.
Goldmuseum (Museo del Oro Tayrona)
Es befindet sich in der Casa de la Aduana an der Plaza de Bolívar und gehört zur Banco de la República. Gezeigt werden präkolumbische Keramik und Goldschmiedekunst. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert ist seit 1974 Nationaldenkmal (Wikipedia ES).
Quinta de San Pedro Alejandrino
Auf dem Landgut wenige Kilometer vom Zentrum starb Simón Bolívar 1830. Es gibt Gärten und das 1986 gegründete Bolivarianische Museum für zeitgenössische Kunst mit über 200 Werken (Wikipedia ES).
Ethnografisches Museum der Universität Magdalena
Drei Säle zu Geschichte, Orten und Alltag der Bevölkerungsgruppen der Region, im ehemaligen Hospital San Juan de Dios (Wikipedia ES).
Aquarium und Meeresmuseum
Nur wenige Bootsminuten von El Rodadero entfernt, mit Schildkröten, Haien, Korallen, Delfinen und Robben (Wikipedia ES).
Kathedrale und Kloster Santo Domingo
Die Kathedrale birgt die Gebeine des Gründers Bastidas und wurde nach unterschiedlichen Angaben im 17. und 18. Jahrhundert erbaut. Im Kloster Santo Domingo ist ein anthropologisches und ethnologisches Museum untergebracht (Wikipedia FR).
Parque de los Novios
Der 2008 erneuerte Park ist zu einem der Gastronomie- und Ausgehzentren der Stadt geworden. Die Felsinsel El Morro von rund 65 Metern Höhe ist den Völkern der Sierra heilig.
| Ort | Wissenswertes |
|---|---|
| Goldmuseum | Plaza de Bolívar, Altstadt, zu Fuß |
| Quinta de San Pedro Alejandrino | Sterbeort Bolívars, wenige Kilometer vom Zentrum, per Taxi oder Bus |
| Aquarium und Meeresmuseum | Kurze Bootsfahrt ab El Rodadero |
| Parque de los Novios | Zentrum, Bars und Restaurants |
Tayrona-Nationalpark
Tayrona, Strände, Kakteen und Regenwald
Weiße Strände und kleine Buchten
Der Tayrona-Nationalpark erstreckt sich über rund 35 Kilometer zwischen der Karibikküste und der Sierra Nevada. Im Westen dominieren hellbraune Hügel mit spärlicher Vegetation, im zentralen und östlichen Teil weiße Strände und kleine Buchten, dahinter Kokospalmen, Riesenkakteen und tropischer Regenwald. Mit rund 250.000 Besuchern im Jahr zählt er zu den meistbesuchten Parks Kolumbiens, was zu Konflikten mit den indigenen Völkern führt, für die das Land heilig ist. Der Park wird deshalb zeitweise geschlossen, die Termine vor der Reise prüfen.

Das Abenteuer
Trekking zur Ciudad Perdida, mehrere Tage durch den Dschungel
Die Ciudad Perdida, auch Teyuna genannt, liegt etwa 40 Kilometer südöstlich von Santa Marta im oberen Tal des Río Buritaca und besteht aus rund 200 Terrassen, die durch Steinwege verbunden sind. Neben Machu Picchu gilt sie als eine der größten wiederentdeckten präkolumbischen Städte Südamerikas. Die Stadt wurde zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert erbaut und beherbergte zeitweise 2000 bis 8000 Menschen.
Buchung und Anstrengung
Besuchen kann man sie nur mit einer Agentur und lizenzierten Führern auf einer mehrtägigen Trekking-Tour. Der Fußmarsch führt durch tropischen Regenwald und Nebelwald, mehrere Flüsse sind zu queren; in der Regenzeit sind die Wege matschig und rutschig. Insgesamt gilt der Trek als mittelschwer.
Die Völker der Sierra
Auf dem Gebiet der beiden Nationalparks leben die Arhuaco, Kankuamo, Kogi und Wiwa, zusammen rund 30.000 Menschen, die das Land als heilig bewahren.
Rund um die Stadt
El Rodadero und Taganga
| Ort | Für wen |
|---|---|
| El Rodadero | Beliebter Badeort der Kolumbianer im Süden der Stadt, mit Hotels, Diskotheken und Bars |
| Taganga | Fischer- und Touristenort im Norden, gutes Badeziel |
| Tayrona-Nationalpark | Im Osten: weiße Strände, Wandern und tropischer Regenwald |
| Stadtstrand | Erstaunlich sauber und zum Schwimmen geeignet, obwohl der Hafen nahe ist |
Ungefähre Entfernungen auf der Straße vom Zentrum: Der Tayrona-Nationalpark liegt etwa 34 km entfernt, der Flughafen etwa 16 km und Minca etwa 20 km (Wikipedia, Wikivoyage). Barranquilla ist rund 100 km, Cartagena mehr als 200 km entfernt.
Essen und Trinken
Gebratener Fisch, Kokosreis und Cayeye
Die Küche von Santa Marta verbindet das Karibische Meer, Produkte aus der Sierra Nevada und das spanisch-indigene Erbe. Fisch und Meeresfrüchte werden mit Kokosreis (arroz de coco) serviert. Grüne Kochbananen gibt es gekocht als Cayeye oder frittiert als Tajadas und Patacones.
Zum Probieren
Pescado frito mit Patacones, Garnelencocktail, Yuca mit Käse und Butter, Eier-Arepas, Carimañolas, Enyucados und Cocadas als Süßes. Zu den Suppen zählen Sancocho de Mondongo, Suppe mit Trockenfleisch und Fisch- oder Meeresfrüchtesuppe, die vor allem morgens verkauft wird.
Getränke
Kaffee und heiße Schokolade gibt es überall, ebenso frische Fruchtsäfte. Die Bars im Zentrum servieren Rumcocktails.
Wo essen
Die Straßenstände rund um die Carrera 6 und die Calle 16 sind bis etwa Mitternacht geöffnet. Die Carrera 5 ist von Geschäften und Straßenhändlern gesäumt. Die Restaurants an der Uferpromenade servieren gebratenen Fisch, jene am Parque de los Novios richten sich an den Abend.
Unterwegs vor Ort
Taxis ohne Taxameter, Stadtbusse und Minivans
Vom Flughafen fährt ein öffentlicher Bus ins Zentrum und nach El Rodadero, außerdem warten Taxis vor dem Ausgang: Sie haben kein Taxameter, den Preis vor der Fahrt vereinbaren. Die Fahrt ins Zentrum dauert etwa 20 Minuten (Wikivoyage).
In der Stadt
Das Zentrum ist tagsüber gut zu Fuß zu erkunden. Stadtbusse sind der günstigste Weg nach El Rodadero, Taxis gibt es reichlich, die Preise sind auszuhandeln. Nach Taganga sind es mit dem Taxi etwa eine halbe Stunde, mit dem Bus knapp eine Stunde (Wikivoyage).
Vorsicht
Wie in jeder größeren Küstenstadt sollte man abends nicht allein zu Fuß gehen und einsame Wege zwischen Zentrum und El Rodadero meiden: besser ein Taxi nehmen, Wertsachen nicht offen zeigen und sich in der Unterkunft beraten lassen. Das Restaurant- und Barviertel in der Innenstadt ist abends belebt; auch hier am Menschenstrom orientieren.
In andere Städte
Der Busbahnhof liegt außerhalb des Zentrums. Mit dem Bus dauert es etwa 2 Stunden nach Barranquilla, 2,5 Stunden nach Riohacha und je nach Route und Verkehr etwa 3,5 bis 4,5 Stunden nach Cartagena; klimatisierte Minivans fahren ebenfalls nach Cartagena. Bogotá und Medellín erreicht man schneller per Flug (Direktflüge).
| Strecke | Ungefähre Dauer |
|---|---|
| Flughafen ins Zentrum | etwa 20 Min. mit dem Taxi |
| Zentrum nach El Rodadero | etwa 10 Min. |
| Zentrum nach Taganga | etwa 30 Min. mit dem Taxi |
| Barranquilla | etwa 2 Std. mit dem Bus |
| Cartagena | etwa 3,5 bis 4,5 Std. mit dem Bus |
Klima und beste Reisezeit
Das ganze Jahr heiß, trocken von Dezember bis April
Dezember bis April
Die Trockenzeit und zugleich Hauptsaison, mit dem Höhepunkt von Mitte Dezember bis Ende Januar. Der Februar ist sehr trocken, am Flughafen fallen nur wenige Millimeter Regen.
Mai bis August
Beginn der Regenzeit, mit Schauern vor allem im Juni und Juli. Die Luftfeuchtigkeit bleibt hoch.
September bis Oktober
Die regenreichsten Monate, am Flughafen laut spanischer Wikipedia jeweils rund 100 mm. Die Wege im Tayrona-Park und zur Ciudad Perdida werden matschig.
November
Übergang zur Trockenzeit, die Niederschläge lassen nach.
Das Klima ist tropisch mit Savannencharakter: Die Tageshöchstwerte liegen im Mittel bei knapp 33 Grad, die Tiefstwerte bei rund 24 Grad, der Rekord über 38 Grad. Je nach Messstation fallen 450 bis 600 mm Regen im Jahr, bei fast 2800 Sonnenstunden (Wikipedia auf Spanisch, Französisch und Deutsch). In Minca auf etwa 580 Metern Höhe ist es kühler. Der Tayrona-Park ist jedes Jahr für einige Wochen geschlossen, oft im Februar, Juni und Ende Oktober: Termine prüfen.
Budget
Mittleres Preisniveau, in der Hauptsaison höher
Santa Marta ist für kolumbianische Verhältnisse ein Ziel mit mittlerem Preisniveau: Fisch, Gegrilltes und Straßenessen sind günstig, auch die Stadtbusse kosten wenig. Die Unterkünfte werden von Dezember bis April und in den Ferien zum Jahresende teurer.
Die größte Ausgabe ist der Trek zur Ciudad Perdida, der als Komplettpaket von vier zugelassenen Veranstaltern verkauft wird. Wir nennen keine Preise, da sie schwanken und sich nicht abgleichen lassen: Angebote direkt in Santa Marta und bei den offiziellen Agenturen vergleichen.
Aufenthaltsdauer
Wie viele Tage in Santa Marta?
Das Wichtigste
Altstadt, Goldmuseum, El Rodadero oder Taganga und ein Tag im Tayrona-Park.
Mit den Bergen
Dazu Minca, die Quinta de San Pedro Alejandrino und ein zweiter Strandtag.
Mit der Ciudad Perdida
Der Trek dauert je nach Veranstalter vier bis sechs Tage; vorher und nachher Erholung einplanen.
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Anreise
Flughafen Simón Bolívar
Simón Bolívar (Santa Marta)
Der Flughafen liegt rund 16 Kilometer außerhalb der Stadt und wird vor allem von Bogotá, Medellín und Cali angeflogen. Ein Bus fährt ins Zentrum.
Auf der Straße ist die Stadt über die Fernstraße von Barranquilla erreichbar. Mit dem Bus dauert die Fahrt von Barranquilla etwa zwei Stunden, von Cartagena etwa dreieinhalb bis viereinhalb Stunden.
Mit dem Taxi dauert die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum etwa 20 Minuten, nach El Rodadero rund 10 Minuten. Direktflüge kommen aus Bogotá, Medellín, Cali, Bucaramanga und Pereira.
Impressionen
Santa Marta und Tayrona in Bildern



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FAQ
Häufige Fragen zu Flügen nach Santa Marta
Welcher Flughafen bedient Santa Marta?
Der Flughafen Simón Bolívar (SMR), rund 16 km vom Zentrum, der die Stadt, den Tayrona-Nationalpark und die Sierra Nevada bedient. Mit dem Taxi dauert die Fahrt etwa 20 Minuten.
Wann ist die beste Reisezeit für Santa Marta?
Die Trockenzeit von Dezember bis April ist am angenehmsten und zugleich am vollsten. September und Oktober sind die regenreichsten Monate.
Kann man im Tayrona-Nationalpark baden?
Das hängt vom Strand ab: An manchen, etwa Arrecifes, ist die Brandung stark und vom Baden wird abgeraten, andere sind ruhiger. Die Hinweise des Parks beachten. Der Park ist jedes Jahr einige Wochen geschlossen.
Wie lange dauert der Trek zur Ciudad Perdida?
Je nach Veranstalter vier bis sechs Tage Fußmarsch durch den Dschungel. Der Besuch ist nur mit einem zugelassenen Veranstalter möglich, der sich in Santa Marta buchen lässt.
Wie kommt man in Santa Marta herum?
Tagsüber zu Fuß im Zentrum, mit dem Stadtbus nach El Rodadero, mit dem Taxi (kein Taxameter, Preis vorher vereinbaren) und mit Minivan oder Bus nach Taganga und zum Tayrona-Park.
Was isst man in Santa Marta?
Gebratenen Fisch mit Patacones, Kokosreis, Cayeye, Garnelencocktail, Eier-Arepas und Carimañolas, dazu Kaffee oder frischen Fruchtsaft.
Ist Santa Marta teuer?
Das Preisniveau ist mittel. Straßenessen und Stadtverkehr sind günstig; die Unterkünfte werden in der Hauptsaison teurer, und der Trek zur Ciudad Perdida ist die größte Ausgabe.
Wie viele Tage sollte man für Santa Marta einplanen?
Drei Tage für Altstadt, Strand und Tayrona-Park, vier bis fünf mit Minca, eine Woche oder mehr mit der Ciudad Perdida.
Wie viel kostet ein Flug nach Santa Marta üblicherweise?
Der Preis hängt vor allem von Ihrer Abflugstadt, der Saison und dem Buchungszeitpunkt ab. Der Bereich Angebote oben zeigt echte, von SniperAir bereits erkannte Preisbeispiele für dieses Reiseziel.
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